Internet-Server


Web-Server

Über das Internet kann man mit Hilfe eines Web-Browsers auf Web-Seiten zugreifen. In diesem Kapitel sollen Sie kennenlernen, wie man eine Webseite wie www.wikipedia.de bereitstellen und darauf zugreifen kann.


Einen Webserver einrichten

Wir simulieren das Internet mit Filius.

  • Öffnen Sie das Programm, fügen Sie 1 Rechner, 1 Notebook und 1 Switch ein und verbinden Sie diese.
  • Geben Sie dem Notebook die IP 10.1.1.1 und dem Rechner die IP 10.1.1.2, jeweils mit der Netzmaske 255.255.255.0.
  • Benennen Sie das Notebook Webclient (10.1.1.1) und den Rechner Webserver (10.1.1.2).
  • Speichern Sie das Netzwerk.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 1.1
  • Starten Sie in Filius die Simulation durch einen Mausklick auf den grünen Pfeil.
  • Klicken Sie auf den Webserver und installieren Sie die Programme Text-Editor und Webserver, indem Sie diese Programme anklicken und dann mit einem Klick auf den Pfeil nach links in die Spalte installiert verschieben. Klicken Sie dann auf Änderungen annehmen.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 1.2
  • Klicken Sie auf Text-Editor, dann auf Datei, dann auf Öffnen.
  • Doppelklicken Sie dann auf den Ordner webserver, dann auf index.html und sobald index.html im Feld Dateiname erscheint auf Öffnen.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 1.3

Die Datei index.html ist die Datei, welche der Webserver an den Webclient über das Internet sendet, wenn man im Webbrowser die IP-Adresse des Webservers eingegeben hat. Die Datei index.html ist eine Textdatei, die in der Seitenbeschreibungssprache HTML verfasst ist. HTML wurde entwickelt, damit Internetseiten nicht nur Texte anzeigen können, sondern auch gut aussehen (je nachdem, ob der Webautor weiss, wie man eine gut aussehende Webseite gestaltet).

  • Ersetzen Sie den Inhalt der Datei index.html mit folgendem Text:
    <html>
      <head>
        <title>Informatik am Gymnasium Westerstede</title>
      </head>
      <body bgcolor="#ccddff" style="font-family:Verdana; text-align:center;">
        <h2> Filius-Webserver </h2>

        <p>Herzlich Willkommen auf dem Webserver mit der IP: 10.1.1.2</p>

      </body>
    </html>    
  • Speichern Sie die Datei index.html durch Klick auf Datei und dann Speichern. Schließen Sie den Text-Editor.
  • Klicken Sie auf Webserver und dann auf den Button Starten.
  • Der Webserver läuft und ist bereit, den Inhalt der Datei index.html an Webbrowser zu übertragen.

Auf einen Webserver zugreifen

Damit der Inhalt der Datei index.html angezeigt werden kann, benötigen wir einen Web-Browser.

  • Klicken Sie bei gestarteter Simulation auf den Webclient (10.1.1.1) und installieren Sie einen Webbrowser.
  • Starten Sie den Webbrowser, geben Sie in die Adresszeile http://10.1.1.2 ein und klicken Sie auf Start.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 1.4

Der Webclient kann mit Hilfe eines Webbrowsers Informationen von einem Webserver abrufen, der diese mit Hilfe der Sprache HTML in einer Textdatei bereitstellt.

Aufgabe:

Verändern Sie die Datei index.html auf dem Webserver, starten Sie den Webserver neu und beobachten Sie Veränderungen.


Mit Hilfe eines DNS-Servers auf einen Webserver zugreifen

Zu der Adresse https://www.wikipedia.de gehört, wie Sie es im Kapitel Internet-Adressen gelernt haben, die IPv4 134.119.24.29. Wenn Sie in einem Browser den Namen www.wikipedia.de eingeben, sucht ein spezieller Internet-Server die dazugehörende IP-Adresse heraus und verbindet Ihren Webclient mit der gefundenen IP-Adresse. Dieser spezielle Internetserver heißt DNS-Server.

Ein DNS-Server (Domain-Name-System-Server) liefert zu einer Webadresse (URL = Uniform Resource Locator) die dazugehörende IP-Adresse heraus, so dass Webclient und Webserver miteinander über die IP-Adresse kommunizieren können.

Sie sollen jetzt Ihr Mini-Internet in Filius mit einem DNS-Server erweitern, so dass Sie über die Eingabe einer URL (z.B. www.wikipedia.de) auf den Webserver zugreifen können.

Verändern Sie Ihr Mini-Internet wie folgt:

  • Beenden Sie den Simulationmodus.
  • Ergänzen Sie Ihr Mini-Internet mit einem weiteren Rechner, den Sie an den Switch anschließen.
  • Dieser Rechner soll der DNS-Server mit der IP-Adresse 10.1.1.10 werden. Konfigurieren Sie ihn entsprechend.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 2.1
  • Starten Sie die Simulation und installieren Sie auf dem Rechner DNS-Server (10.1.1.10) die Software DNS-Server.
  • Klicken Sie auf die Software DNS-Server
  • Tragen Sie bei Domainname: www.meinsupiinetserver.de ein (o.ä.) und bei der IP-Adresse 10.1.1.2, also die IP-Adresse des Webservers und klicken Sie dann auf den Button Hinzufügen.
  • Beenden Sie die Simulation.
  • Tragen bei der Konfiguration bei jedem Rechner im Feld Domain Name Server die IP-Adresse des DNS-Servers ein: 10.1.1.10.
  • Starten Sie wieder die Simulation.
  • Starten Sie den Webserver durch Klick auf Webserver (10.1.1.2), dann Klick auf Webserver und Klick auf den Butten Starten (wenn auf dem Button Anhalten steht, läuft der Webserver bereits).
  • Starten Sie den DNS-Server durch einen Klick auf DNS-Server (10.1.1.10), dann Klick auf DNS-Server und Klick auf den den Button Starten (wenn auf dem Button Beenden steht, läuft der DNS-Server bereits).

Sie sollten folgenden sehen:

Abbildung 2.2

Damit funktioniert unser Mini-Internet.

Quest 1:
  • Ergänzen Sie das Mini-Internet mit einem weiteren Webserver der IP-Adresse 10.1.1.3 und einer URL ihrer Wahl (z.B. www.schlabbel.de, aber verwenden Sie bitte eine eigene URL).
  • Verändern Sie die index.html des neuen Webservers.
  • Erweitern Sie den DNS-Server so, dass vom Webclient aus der neue Webserver über die Eingabe der von Ihnen gewählten URL die neue Webseite darstellt.

Dokumentieren Sie den Erfolg Ihrer Interneterweiterung mit einer Bildschirmkopie und lassen Sie diese Ihrer Lehrkraft in der vereinbarten Weise zukommen

(Wert: 5 XP)

Eine mögliche Lösung könnte wie folgt aussehen, aber verwenden Sie bitte einen eigenen Domänennnamen:

Abbildung 2.3

Auf Internetserver in verschiedenen IP-Netzen zugreifen

Im echten Internet befinden sich Webserver, DNS-Server und Webclients normalerweise in unterschiedlichen IP-Netzen (siehe Kapitel Internet-Routing). Im folgenden sollen Sie ein Mini-Internet aufbauen, das aus getrennten Teilnetzen besteht, die über Internet-Router miteinander verbunden sind.

Schritt 1: Client-Netzwerk
  • Bauen Sie in Filius ein Client-Netzwerk mit 3 Notebooks, die über einen Switch verbunden sind, auf denen jeweils ein Webbrowser läuft.
  • Netzanteil: 10.1.1.x, Netzmaske: 255.255.255.0
  • Testen Sie das Netzwerk, indem Sie an jedem Notebook die anderen anpingen können.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 3.1
Schritt 2: Webserver (www.google.de und www.facebook.de)

Wir wollen die beiden häufigst besuchten Internetseiten der Welt (Google, Facebook) in unserem Mini-Internet simulieren.

Finden Sie heraus, welche IPv4-Adressen die deutschen Seiten von Google und Facebook haben.

Lösung:

  • Öffnen Sie die Eingabeaufforderung von Windows (siehe Kapitel Internet-Adressen)
  • Geben Sie den Befehl ping www.google.de ein (Antwort: 172.217.19.67)
  • Geben Sie den Befehl ping www.facebook.de ein (Antwort: 185.60.217.35)

Die Adressen können variieren, da Google und Facebook so groß sind, dass mehrere IP-Adressen den URLs zugeordnet sind. Wenn Sie der Anleitung ohne umzudenken folgen wollen, verwenden Sie am besten die in der folgenden Anleitung angegebenen IP-Adressen.

  • Ergänzen Sie unser Netzwerk mit zwei Rechnern.
  • Geben Sie dem einen Rechner die IP von Google, also 172.217.19.67 und dem anderen Rechner die IP von Facebook, also 185.60.217.35.
  • Verbinden Sie die beiden Rechner mit dem Switch und versuchen Sie vom Webclient 10.1.1.1 einen der beiden Webserver anzupingen.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 3.2

Die Webclients können nicht mit den Web-Servern kommunizieren, da diese in unserem simulierten Mini-Internet in unterschiedlichen IP-Netzen liegen. Die Webclients befinden sich im IP-Netz 10.1.1.x, der Google-Server im IP-Netz 172.217.19.x und der Facebook-Server im IP-Netz 185.60.217.x. In das Mini-Internet müssen Router (Vermittlungsrechner) eingebaut werden, damit die IP-Netze miteinander kommunizieren können.

Aufgabe (für Internet-Profis): Verbinden Sie die Teilnetze mit Routern, ohne Hilfe der folgenden Anleitung.

Aufgabe (für angehende Internet-Profis): Verbinden Sie die Teilnetze mit Routern, mit Hilfe der folgenden Anleitung.

  • Trennen Sie die beiden Webserver von dem Switch und ergänzen Sie das Mini-Internet mit drei Routern (Vermittlungsrechnern), wobei jeder Router 3 Schnittstellen benötigt.
  • Nennen Sie einen der Router Webclient-Router, aktivieren Sie das automatische Routing und verbinden Sie den Router mit dem Switch.
  • Eine der Schnittstellen sollte mit einem LAN-Kabel-Symbol markiert sein. Klicken Sie diese an, so dass das Kabel zum Switch grün leuchtet. Tragen Sie in das Feld IP-Adresse den Wert 10.1.1.100 ein.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 3.3
  • Verbinden Sie den zweiten Router mit dem Google-Webserver.
  • Nennen Sie diesen Router Google-Router, aktivieren Sie das automatische Routing und verbinden Sie den Router mit dem Google-Server (172.217.19.67).
  • Eine der Schnittstellen sollte mit einem LAN-Kabel-Symbol markiert sein. Klicken Sie diese an, so dass das Kabel zum Google-Server grün leuchtet. Tragen Sie in das Feld IP-Adresse den Wert 172.217.19.100 ein.
  • Verbinden Sie den dritten Router mit dem Facebook-Webserver.
  • Nennen Sie diesen Router Facebook-Router, aktivieren Sie das automatische Routing und verbinden Sie den Router mit dem Facebook-Server (185.60.217.35).
  • Eine der Schnittstellen sollte mit einem LAN-Kabel-Symbol markiert sein. Klicken Sie diese an, so dass das Kabel zum Facebook-Server grün leuchtet. Tragen Sie in das Feld IP-Adresse den Wert 185.60.217.100 ein.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 3.4

Den Computern, die an die Router angeschlossen sind, muss nun mitgeteilt werden, an welchen Router sie angeschlossen sind.

  • Tragen Sie in jedem Webclient im Feld Gateway die IP-Adresse des Webclient-Routers ein: 10.1.1.100.
  • Tragen Sie im Google-Webserver im Feld Gateway die IP-Adresse des Google-Routers ein: 172.217.19.100.
  • Tragen Sie im Facebook-Webserver im Feld Gateway die IP-Adresse des Facebook-Routers ein: 185.60.217.100.

Jetzt muss den Routern beigebracht werden, wie diese miteinander kommunizieren können:

1) Webclient-Router und Google-Router

  • Verbinden Sie den Webclient-Router mit dem Google-Router.
  • Klicken Sie den Webclient-Router an und dann die Schnittstelle, bei der das Verbindungskabel zwischen Webclient-Router und Google-Router grün leuchtet. Tragen bei der IP-Adresse folgendes ein: 30.1.1.1
  • Klicken Sie den Google-Router an und dann die Schnittstelle, bei der das Verbindungskabel zwischen Webclient-Router und Google-Router grün leuchtet. Tragen bei der IP-Adresse folgendes ein: 30.1.1.2

2) Webclient-Router und Facebook-Router

  • Verbinden Sie den Webclient-Router mit dem Facebook-Router.
  • Klicken Sie den Webclient-Router an und dann die Schnittstelle, bei der das Verbindungskabel zwischen Webclient-Router und Facebook-Router grün leuchtet. Tragen bei der IP-Adresse folgendes ein: 40.1.1.1
  • Klicken Sie den Facebook-Router an und dann die Schnittstelle, bei der das Verbindungskabel zwischen Webclient-Router und Facebook-Router grün leuchtet. Tragen bei der IP-Adresse folgendes ein: 40.1.1.2

3) Google-Router und Facebook-Router

  • Verbinden Sie den Google-Router mit dem Facebook-Router.
  • Klicken Sie den Google-Router an und dann die Schnittstelle, bei der das Verbindungskabel zwischen Google-Router und Facebook-Router grün leuchtet. Tragen bei der IP-Adresse folgendes ein: 50.1.1.1
  • Klicken Sie den Facebook-Router an und dann die Schnittstelle, bei der das Verbindungskabel zwischen Google-Router und Facebook-Router grün leuchtet. Tragen bei der IP-Adresse folgendes ein: 50.1.1.2

Damit können die verschiedenen IP-Netze mit Hilfe der Router miteinander kommunizieren. Die Verbindungsnetzwerke zwischen den Routern nennt man das Internet-Backbone.

Testen Sie die Verbindung zwischen den Webclients und den Webservern, indem Sie nochmals versuchen die IP-Adressen der Webserver anzupingen.

Wenn Sie das Netzwerk richtig konfiguriert haben, sollten Sie folgendes sehen:

Abbildung 3.5

Richten Sie auf dem Google- und dem Facbook-Webserver eine kleine Internetseite ein, indem Sie jeweils die Datei index.html im Ordner webserver verändern und den Webserver starten.

Sie sollten z.B. folgendes sehen:

Abbildung 3.6

Schritt 3: DNS-Server

Es ist lästig, wenn man die IP-Adresse eingeben muss, um die Webserver zu erreichen. Sie sollen das Mini-Internet um einen DNS-Server ergänzen. Es gibt öffentliche DNS-Server, die man nutzen kann, um URLs und deren zugehörige IP-Adressen zu finden. Einer dieser öffentlichen DNS-Server ist z.B. 8.8.8.8, der von Google betrieben wird. Dieser soll in unser virtuelles Mini-Internet eingebaut werden.

Aufgabe (für Internet-Profis): Bauen Sie einen DNS-Server mit der IP 8.8.8.8 in unser Mini-Internet ohne Hilfe der folgenden Anleitung ein.

Aufgabe (für angehende Internet-Profis): Bauen Sie einen DNS-Server mit der IP 8.8.8.8 in unser Mini-Internet mit Hilfe der folgenden Anleitung ein.

Der DNS-Server mit der IP-Adresse 8.8.8.8 liegt in einem anderen IP-Netz als die anderen Internetteilnehmer, wir benötigen also einen weiteren Router für den DNS-Server.

  • Ergänzen Sie das Mini-Internet mit einem vierten Router und geben Sie diesem 3 Schnittstellen. Nennen Sie diesen DNS-Router und aktivieren Sie das automatische Routing.
  • Trennen Sie die Verbindung zwischen dem Webclient-Router und dem Facbook-Router.

1) Webclient-Router und DNS-Router

  • Verbinden Sie den Webclient-Router mit dem DNS-Router.
  • Klicken Sie den Webclient-Router an und dann die Schnittstelle, bei der das Verbindungskabel zwischen Webclient-Router und DNS-Router grün leuchtet. Tragen bei der IP-Adresse folgendes ein: 40.1.1.1
  • Klicken Sie den DNS-Router an und dann die Schnittstelle, bei der das Verbindungskabel zwischen DNS-Router und Webclient-Router grün leuchtet. Tragen bei der IP-Adresse folgendes ein: 40.1.1.2

2) Facebook-Router und DNS-Router

  • Verbinden Sie den Facebook-Router mit dem DNS-Router.
  • Klicken Sie den Facebook-Router an und dann die Schnittstelle, bei der das Verbindungskabel zwischen Facebook-Router und DNS-Router grün leuchtet. Tragen bei der IP-Adresse folgendes ein: 60.1.1.1
  • Klicken Sie den DNS-Router an und dann die Schnittstelle, bei der das Verbindungskabel zwischen DNS-Router und Facebook-Router grün leuchtet. Tragen bei der IP-Adresse folgendes ein: 60.1.1.2

Mit Hilfe des vierten Routers kann jetzt der DNS-Server in das Netzwerk integriert werden.

  • Ergänzen Sie das Netzwerk mit einem weiteren Rechner und verbinden Sie diesen mit dem DNS-Router.
  • Nennen Sie den neuen Rechner DNS-Server (8.8.8.8) und tragen Sie in das Feld IP-Adresse 8.8.8.8 ein.
  • Tragen Sie in das Feld Gateway die IP-Adresse 8.8.8.100 ein und in das Feld Domain Name Server die IP-Adresse 8.8.8.8.
  • Klicken Sie den DNS-Router an und dann die Schnittstelle, bei der die Verbindung zwischen DNS-Router und DNS-Server grün leuchtet. Tragen Sie bei dieser Schnittstelle die IP-Adresse 8.8.8.100 ein.
  • Tragen Sie bei allen Webclients und den beiden Internet-Servern im Feld Domain Name Server die IP-Adresse des DNS-Servers 8.8.8.8 ein.

Jetzt muss noch der DNS-Server konfiguriert und gestartet werden:

  • Starten Sie die Simulation und klicken auf den DNS-Server.
  • Installieren Sie das Programm DNS-Server.
  • Starten Sie das Programm DNS-Server.
  • Tragen Sie im Feld Domainname: den Wert www.google.de ein und im Feld IP-Adresse: den Wert 172.217.19.67. Klicken Sie dann auf Hinzufügen.
  • Tragen Sie im Feld Domainname: den Wert www.facebook.de ein und im Feld IP-Adresse: den Wert 185.60.217.35. Klicken Sie dann auf Hinzufügen.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 4.1
  • Starten Sie den DNS-Server durch Klicken auf Starten.

Jetzt wird es spannend. Unser Mini-Internet sollte funktionieren. Testen Sie die Funktion, indem Sie von einem der Webclients im Webbrowser jeweils die simulierten Seiten www.google.de und www.facebook.de aufrufen.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 4.2

Schritt 4: DHCP-Server

Es ist mühsam in einem Netzwerk mit Webclients jeden einzelnen Rechner mit der richtigen IP-Adresse, dem Gateway, dem DNS-Server,... zu konfigurieren. In unserer Schule müsste jeder, der ein eigenes Gerät mit dem Netzwerk verbinden möchte, diese Daten per Hand in seinem Gerät einstellen. Dabei kann es etliche Probleme geben: wenn versehentlich zwei gleiche IP-Adressen verwendet werden, kann sich nur eines der beiden Geräte mit dem Netzwerk verbinden, das andere wird geblockt. Wird das Gateway versehentlich falsch eingetragen, funktioniert die Internetverbindung nicht.

Die richtige Konfiguration für ein Netzwerk kann mit Hilfe eines DHCP-Servers automatisiert werden. Im DHCP-Server werden alle Einstellungen für das Netzwerk festgelegt und ein Gerät, das an das Netzwerk angeschlossen wird, bekommt die Einstellungen automatisch vom DHCP-Server zugewiesen.

Im letzten Schritt soll in das Webclient-Netz unseres Mini-Internets ein DHCP-Server integriert werden:

  • Entfernen Sie die Webclients (10.1.1.2 und 10.1.1.3) aus dem 10.1.1.x-Netz
  • Ergänzen Sie das 10.1.1.x-Netz mit einem Rechner und geben diesem folgende Einstellungen:
    • Name: DHCP-Server (10.1.1.200)
    • IP-Adresse: 10.1.1.200
    • Netzmaske: 255.255.255.0
    • Gateway: 10.1.1.100
    • Domain Name Server: 8.8.8.8
  • Klicken Sie beim DHCP-Server (10.1.1.200) auf den Button DHCP-Server einrichten.
  • Tragen Sie folgende Einstellungen ein:
    • Adress-Untergrenze: 10.1.1.20
    • Adress-Obergrenz: 10.1.1.50
    • Lassen Sie die anderen Einstellungen unverändert und aktivieren Sie DHCP aktivieren.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 4.3
  • Ergänzen Sie das 10.1.1.x-Netz mit zwei Notebooks, verbinden diese mit dem Switch und geben ihnen folgende Einstellungen:
    • Aktivieren Sie: IP-Adresse als Name verwenden
    • Aktivieren Sie: DHCP zur Konfiguration verwenden
    • alles andere lassen Sie unverändert.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 4.4

Die IP-Adresse der beiden Notebooks passt nicht zum 10.1.1.x-Netz, aber es gibt einen aktiven DHCP-Server in diesem Teilnetz. Starten Sie die Simulation und beobachten Sie, was geschieht.

Nach wenigen Sekunden ändern sich die IP-Adressen der beiden Webclients zu 10.1.1.20 und 10.1.1.21. Wenn Sie den Mauszeiger, ohne dabie zu klicken, auf einen der beiden neuen Clients halten, sehen Sie im Tooltip, dass alle Einstellungen korrekt vorgenommen wurden. Der DHCP-Server prüft, welche IP-Adressen bereits vergeben wurden, gibt neuen Geräten automatisch eine noch freie IP-Adresse und sorgt dafür, dass alle anderen Einstellungen korrekt übernommen werden.

Mit Hilfe eines DHCP-Server kann man sich also mit einem Netzwerk verbinden, auch wenn man keine Ahnung von Netzwerktechnik hat.

Testen Sie die neuen Webclients, indem Sie die beiden Internetserver kontaktieren.

Sie sollten folgendes sehen:

Abbildung 4.5

Finale

Quest 2.1:

Erweitern Sie das Mini-Internet mit einem weiteren Google-Webserver Ihrer Wahl im Google-Netz, indem Sie den Webserver mit einer 172.217.19.x-Adresse an den Google-Router anschließen.

Lassen Sie die gespeichert Filius-Datei in der vereinbarten Weise Ihrer Lehrkraft zukommen.

(Wert: 3 XP)

Quest 2.2:

Erweitern Sie das Mini-Internet mit einem weiteren Webserver Ihrer Wahl im IP-Netz 31.16.2.x und verbinden Sie diesen Webserver über einen neuen Router mit dem vorhandenen Mini-Internet.

Lassen Sie die gespeichert Filius-Datei in der vereinbarten Weise Ihrer Lehrkraft zukommen.

(Wert: 10 XP)

Quest 2.3:

Erweitern Sie das Mini-Internet mit einem weiteren Webserver Ihrer Wahl im IP-Netz 31.16.2.x und verbinden Sie diesen Webserver über einen neuen Router mit dem vorhandenen Mini-Internet. Erweitern Sie das Mini-Internet mit einem weiteren Webclient-Netz im IP-Netz 120.10.30.x, das über einen eigenen Router mit dem Internet verbunden ist und lassen Sie die Webclients mit Hilfe eines DHCP-Servers automatisch konfigurieren.

Lassen Sie die gespeichert Filius-Datei in der vereinbarten Weise Ihrer Lehrkraft zukommen.

(Wert: 15 XP)

Eine mögliche Lösung für die Quest 2.3 wäre (Sie müssen "nur" noch die interne Konfiguration hinbekommen :-)):

Abbildung 5.1

Wenn Sie sich das Internet-Backbone (also die Verbindungsnetze zwischen den Routern) ansehen, dann erkennen Sie ein entscheidendes Merkmal des modernen Internets:

Es gibt keinen zentralen Server, dessen Ausfall das gesamte Internet stoppen würde. Stattdessen gibt es ein Netzwerk von Internet-Routern, die unabhängig voneinander den Internetverkehr weiterleiten können. Fällt einer der Internet-Router aus, kann nur das Teil-Netzwerk und die Webserver, die an dem ausgefallenen Router angeschlossen sind, nicht mehr an der Internetkommunikation teilnehmen, während die Kommunikation der anderen Teilnehmer problemlos funktioniert.

Aufgrund dieser dezentralen Architektur ist das Internet weitgehend stabil und verlässlich. Testen können Sie die Stabilität des Internets mit Filius, indem Sie einen der Router einfach löschen und dann in der Simulation beobachten, wie der Internetverkehr über die anderen Router weitergeleitet wird.

Im Moment gibt es nur einen DNS-Server in unserem Mini-Internet. Sollte dieser ausfallen, könnte man die Webserver nicht mehr über die URLs ansprechen. Daher gibt es im realen Internet eine Vielzahl von DNS-Servern, welche die Zuordnung von IP-Adresse und URLs der Webseiten speichern und sich gegenseitig aktualisieren. Fällt einer dieser DNS-Server aus, übernehmen die anderen die Anfragen oder es werden Reserve-DNS-Server automatisch aktiviert.